APRILSCHERZ für eine neue Diskussionskultur

Die BiK (Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow e.V.) hat in ihrer Pressemitteilung vom 01.04.2019 die Tradition des Aprilscherzes zum Anlass genommen, um in ungewöhnlicher Manier eine Debatte über den bisherigen fragwürdigen Umgang mit der für Kleinmachnow bedeutsamen Kulturimmobilie in der Karl-Marx-Str. 117 anzustoßen.

Unter der Überschrift +++ BiK (Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow e.V.) erhält großzügige Privatspende und kauft historisches Gebäude Karl-Marx-Str. 117 +++ sorgte sie für Verwirrung und stellt den Vorstoß des Bürgermeisters Michael Grubert (SPD) das Haus in Erbpacht übertragen zu wollen in Frage.

Vom Bauunternehmer Adolf Sommerfeld als multifunktionales Verkaufsbüro für die spätere Sommerfeldsiedlung 1930 errichtet, markiert es den Anfang der modernen Siedlungsgeschichte Kleinmachnows. Trotz eines Beschlusses der Gemeindevertretung von 2012 zur denkmalgerechten Komplettsanierung sowie mehrerer gut besuchter Kulturveranstaltungen der vergangenen Jahre soll das Gebäude nun der gemeindlichen Nutzung entzogen und in privatwirtschaftliche Hände gegeben werden.

Nach Meinung der Kunsthistorikerin Sandra Oppmann (BiK) eine absurde Situation: „Kulturimmobilien wie diese sind Ausdruck der Identität eines Ortes und Teil der Erinnerungskultur – einmal in Erbpacht übergeben, ist das Haus für die Bürgerinnen und Bürger als dauerhafter Kulturstandort verloren.“

Ungeachtet des Gegenwindes aus der Verwaltung wird sich die BiK daher weiter für eine öffentliche Nutzung des Gebäudes stark machen und zur letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor der Kommunalwahl am 16.05.2019 einen Antrag für seine schrittweise Sanierung einbringen.